Wie alles begann

Liebefeld oder “es ist kompliziert” – 6 Jahre harte Beziehungsarbeit

Es ist doch schon verrückt,

wie sich die Dinge manchmal entwickeln. Ich stehe auf der Sparrenburg, einem der höchsten Punkte und gleichzeitig dem Wahrzeichen Bielefelds. Meine Arme liegen entspannt auf dem festen, von der Tagessonne angenehm gewärmten Stein der Burgmauer, mein Blick hängt auf dem Teutoburger Wald gegenüber. Die letzten Sonnenstrahlen sorgen für Licht und Schatten auf den dichten runden Baumkronen, die dadurch noch voluminöser wirken und tauchen die Stadt in diesen goldenen Sepia Filter vergangener Sommertage. Die Schattierungen der einzelnen Waldbereiche lassen den Berg-Wald wie eine weiche Moosschicht wirken, die leichten Nebelschwaden zwischen den höheren Lagen haben fast etwas mystisch-romantisches. So als wollte die Stadt sagen: “Guck mal, wie schön ich eigentlich bin!”  Weiter unten, Richtung Stadt, tront auf dem Hauptgebäude von Dr. Oetker dessen Logo in überdimensionaler Größe und dreht sich langsam in der Abendsonne. Abwechselnd lässt sich Bielefelds Aushängeschild jede Seite genüsslich anstrahlen. Der Verkehr rauscht leise, irgendwie beruhigend. Von hier oben sieht alles geordneter aus, als es unten wirklich ist. Den Stress Stadt unter meinen Füßen, kann ich hier oben immer schnell loslassen. Unüblich für mich, denn normalerweise gehöre ich zu der hibbeligeren Sorte.

Ich atme ein. Und wieder aus. Tja, mein Liebefeld, da lässt sich auch mit dem atemberaubendsten Sonnenuntergang nichts schönreden, unsere Beziehungsgeschichte, das ist schon ein Kapitel für sich.

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Wie alles begann

Los geht’s – ein kleiner Seelenstriptease

Crazy shit. Jetzt mache ich das wirklich.

So oder so ähnlich fühlt sich höchstwahrscheinlich jeder, der sich dazu entschieden hat auf eine längere Reise zu gehen. Zugegeben, der Weg bis hierher war sehr holprig, wie ein zu startker Wellengang gepaart mit einer fiesen Strömung, wenn man das Surfen gerade erst lernt. Dann fällt es einfach schwer, das Meer zu lesen, eine gute Welle zu identifizieren und den richtigen Moment für den Take off – das Aufstehen auf dem Board – zu bestimmen. Irgendwann, wenn die Arme vom Paddeln nicht mehr spürbar sind, die Lunge von zu vielen Salzwasser-Schleudergängen brennt und die Ausdauer patu nicht reichen will, um es noch einmal zu versuchen. Dann kriechen sie in einem hoch: Fragen, Zweifel, Müdigkeit. Wie soll ich jemals ans Ziel kommen? Was war überhaupt mein Ziel? So fühlten sich die letzten Arbeitsmonate an – anstrengend, ermüdend, von Druck und Zweifeln geprägt.

Manchmal braucht es einen Perspektivwechsel – hier am Strand in Taghazout, Marokko

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